Garnier
Unter Garnier werden alle Materialien verstanden, die nicht fest mit dem Schiff verbunden sind und die vor und während der Einnahme der Ladung jedes Mal von neuem zum Schutz derselben ausgelegt werden müssen. Es sind hauptsächlich Holz, Bambusmatten, Jutekleider und Persenninge.
Zum Schutz der Ladung hat das Garnier folgende Aufgaben zu erfüllen:
- Die Ladung soll nicht mit Stahlteilen des Schiffes, an denen sich Schweißwasser niederschlägt, in Berührung kommen.
- Die Ladung soll vor jeglicher Art von Feuchtigkeiten, die sich im Laderaum befinden, geschützt werden.
- Das Garnier (auch Abdeckung) soll die Ladung vor Schweißwasser schützen, das von den Stahlkonstruktionen des Schiffes heruntertropft.
- Die Ladung darf nicht mit anderen Gütern in Berührung kommen und durch diese befleckt, beschmutzt oder irgendwie beschädigt werden.
- Unebenheiten auf den Stauflächen sollen durch ein Garnier ausgeglichen werden, damit die Ladung nicht eingedrückt wird.
- Das Garnier soll Zwischenräume schaffen, in denen die Luft zirkulieren kann, um somit die Möglichkeit zu schaffen, die von der Ladung ausgeschwitzte Feuchtigkeit abzuführen.
- Das Garnier soll zum Schutz an Kanten, scharfen Ecken und hervorstehenden Teilen dienen, um die Ladung bei stark arbeitenden und/oder vibrierenden Schiffen gegen Scheuern zu schützen.
- Das Garnier soll Ladungen festsetzen, damit sie beim Arbeiten des Schiffes nicht in Bewegung geraten. Hierbei kann es unter Umständen notwendig sein, größere Hohlräume zwischen der Ladung ganz mit Stauholz auszufüllen oder zu versteifen.
- Als Unterlage für Schwerkollo und Stahl soll das Garnier eine gleichmäßige Verteilung der großen Massen auf Bodenwrangen, Stützbalken und Trägern gewährleisten, damit Tankdecke oder Stahldeck nicht eingedrückt werden.
Das Garnier muss sauber und verschiffungstrocken sein (13-14 % Eigenfeuchte bei Holz). Auf keinen Fall darf es etwa selbst durch seine schlechte Beschaffenheit die Ladung beschädigen. Planken und Kanthölzer mit langen Nägeln, öliges/fettiges Holz sowie mit Ladungsrückständen behaftetes Material sind ungeeignet und sollten nach Möglichkeit nicht verwendet werden.
Gewichtskraft
Die Gewichtskraft ist die Kraft, mit der ein Körper von der Erde angezogen wird. Dass es sich dabei tatsächlich um eine Kraft handelt, ist daran zu erkennen, dass ein freifallender Körper bis zu einer vom Luftwiderstand abhängigen Endgeschwindigkeit ununterbrochen beschleunigt wird.
Diese Beschleunigung, die man mit dem Buchstaben g kennzeichnet und „Normfallbeschleunigung“ (oder „Erdbeschleunigung“) nennt, beträgt konstant ca. 9,81 m/s2. Dies entspricht einer Beschleunigung von 0 km/h auf 100 km/h in einer Zeit von ungefähr 2,8 s.
GGVSEB
Verordnung über die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, mit Eisenbahnen und auf Binnengewässern
Gigaliner
Mit Gigaliner werden überlange Fahrzeugkombinationen bezeichnet, die bis zu 25,25m lang sein dürfen und ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 60 Tonnen (in Deutschland maximal 40 t, bzw. 44 t im kombinierten Verkehr).
Siehe auch: Lang-LKW
Gleit-Reibbeiwert
Der Gleitreibungsbeiwert wird auch Gleitreibungszahl oder Gleitreibungskoeffizient genannt. Der G. ist ein Faktor und damit dimensionslos. Er wird auch manchmal in Prozent angegeben. Er gibt die Reibkraft FR bezogen auf die Anpresskraft FN an: µ = FR : FN. Für die Ladungssicherung wir nach den VDI-Richtlinien immer nur der Gleitreibbeiwert (Beispiele siehe unter Reibbeiwert) eingesetzt. Der Gleitreibbeiwert ist stets geringer als der Haftreibbeiwert. Mit der Anwendung des kleineren Gleitreibbeiwertes statt des Haftreibbeiwertes soll den dynamischen Einflüssen, wie Schwingungen, Vibrationen, Neigungen der Ladefläche (Wanken), Nicken der Ladefläche während eines Bremsmanövers, etc. begegnet werden. Die Verwendung des Gleitreibbeiwertes anstatt des Haftreibbeiwertes wird ersatzweise vorgenommen und steht in keinem direkten physikalischen Zusammenhang mit den wirksamen dynamischen Belastungen, die auf die Ladung wirken. Führende Experten sind der Meinung, dass dieser „Ersatzwert“, zur Kompensation der dynamischen Belastungen mindestens erforderlich ist bzw. diesen nur knapp gerecht wird.
Siehe auch:
Anpresskraft
Gleitreibung
Gleitreibung ist die Widerstandskraft, die ein bewegter Körper während des Rutschens der Unterlage entgegensetzt.









